Physik
Physik am Burgau
Die Physik untersucht die Körper und Vorgänge in der unbelebten Natur, bei denen keine Stoffänderungen stattfinden. Dies beinhaltet sowohl die genaue Beobachtung der Objekte der Natur und die exakte Beschreibung ihrer Eigenschaften, Zustände und Zustandsänderungen als auch die Entwicklung von Modellvorstellungen, mit denen das Verhalten physikalischer Systeme nicht nur quantitativ beschrieben werden kann, sondern auch jeder frühere oder spätere Zustand grundsätzlich berechnet werden kann.
Das Fach Physik wird am Gymnasium in der Sekundarstufe I in den Jahrgangsstufen 6, 8, 9 und 10 mit je zwei Wochenstunden unterrichtet. In der Sekundarstufe II ist das Fach je nach Interesse und Neigung als Grund- oder Leistungskurs mit jeweils drei bzw. sechs (meistens fünf) Wochenstunden wählbar. Im Vordergrund des Unterrichtes in der SI steht die Untersuchung physikalischer Phänomene einerseits in qualitativer, andererseits aber auch schon ansatzweise in quantitativer Hinsicht. Bei der Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten lernen die Schüler die Arbeitsweise der Physik kennen. Gleichzeitig führt die Erklärung der vorgestellten Phänomene zur Bildung von fachspezifischen Begriffen und somit zum Aufbau der zugehörigen Fachsprache. Im Physikunterricht der SII ist die quantitative Untersuchung von physikalischen Vorgängen zentraler Unterrichtsgegenstand.

Schon Galilei beschreibt die Aufgabe der Physik in unübertrefflicher Weise mit den Worten "Messen, was messbar ist und messbar machen, was nicht messbar ist". Die Methoden der Physik zur Herleitung der physikalischen Gesetze sind die Induktion und die Deduktion. Bei der Induktion ist - vereinfachend gesagt - das Experiment bzw. die Beobachtung Ausgangspunkt der Untersuchungen, die dann zum physikalischen Gesetz führen. Die deduktive Methode geht von bekannten Gesetzen aus und gelangt durch die Anwendung mathematischer Verfahren zu neuen Zusammenhängen. Die experimentelle Überprüfung dieser Zusammenhänge führt zum physikalischen Gesetz. In beiden Fällen ist das Experiment grundlegend für den Nachweis der Gültigkeit des physikalischen Gesetzes. Der Themenbereich der Physik ist außerordentlich groß. Das Ziel des Physikunterrichtes in der Schule kann daher nicht die Vermittlung eines enzyklopädischen Wissens sein. Vielmehr ist die Erarbeitung und Einübung der physikalischen Methoden das wesentliche Unterrichtsziel.
Das Burgau-Gymnasium bietet sehr gute Vorraussetzungen zur Durchführung eines Unterrichtes, der sich an den oben genannten Aufgaben und Zielen ausrichtet. Die räumliche Ausstattung des Physik-Traktes mit zwei Hörsälen, einem großen Übungsraum und einem Sammlungsraum ist sehr gut. Die umfangreiche Geräteausstattung ermöglicht einen Unterricht, in dem das Experimentieren zentraler Bestandteil des Unterrichts ist.






